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Jul15

Behind The Scenes – Hinter den Kulissen eines «Vintage Times»-Modeshoots

Wer kennt das nicht? Man steht vor einem riesigen Werbeplakat einer bekannten Modekette, sieht online die neuen Fotos seines Lieblingsdesigners oder stösst in einem Magazin auf die Fotostrecke der neuen Sommerkollektion und jedes Mal fragt man sich: «Was läuft eigentlich hinter den Kulissen eines solchen Shootings ab?» Auch ich habe mir diese Frage früher oft gestellt, bevor ich mich zur Visagistin ausbilden liess.

Damit auch ihr einen kleinen Einblick in die Welt der Fotoshootings bekommt, war ich für euch beim letzten Fashionshoot für die aktuelle Ausgabe der «Vintage Times» dabei.

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Die Organisation:

Bis zum Tag des Geschehens vergehen meist mehrere Wochen, das Ganze muss bis ins Detail geplant werden. Wen oder was möchte ich damit erreichen? Mit wem möchte ich zusammenarbeiten, um das Bestmögliche dabei rauszuholen? Welche Location passt zu dem gewählten Thema? Und natürlich das Wichtigste, wann wird das Ganze stattfinden? Einer der wichtigsten Punkte, die man dabei beachten muss, sind die Helfer. Ob beim Einrichten der Technik, Backen von Cupcakes als Pausenverpflegung oder aber beim Dirigieren des ganzen Teams. Eine Woche vor dem gesetzten Datum muss dann der endgültige Ablaufplan stehen. Wer hat um welche Zeit wo zu sein und welche letzten Vorbereitungen müssen noch getroffen werden?

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Das Shooting:

Dass Sommermoden-Shootings im Frühling stattfinden ist üblich, leider aber auch ein wenig unpraktisch für alle Beteiligten, vor allem für die Models, da sie bei Tiefsttemperaturen in leichten Kleidchen herumsitzen müssen. Und wenn es dann ums Posieren geht, dürfen sie ja nicht das Gesicht verziehen. Es soll ja schliesslich sommerlich wirken. Wir haben es aber überlebt, dank kleinen mobilen Hitzestrahlern, guter Musik, ein wenig Humor und viel heissem Kaffee.

Der Treffpunkt: Die Freebird Customs Autogarage in einem Quartier vom Burgdorf, morgens um acht Uhr, März. Temperatur in der Garage: ca. 12°C. Bei meiner Ankunft sind die meisten schon fleissig dabei, ihre Aufgabe zu erfüllen. Licht, Kamera, Make-up, Haare, alles nur halb so luxuriös, wie man sich das gerne vorstellen würde. Der Billardtisch wird zum Beispiel kurzerhand zur Make-up-Theke umfunktioniert und die Werkzeugbank dient als Regal für das ganze Kameraequipment. Alle, die noch nichts Konkretes zu tun haben, helfen beim Aufstellen der Beleuchtung, versorgen die Frierenden mit warmen Getränken oder besprechen das weitere Vorgehen.

Manchmal muss man auch als Elektriker hinhalten, wie zum Beispiel, als plötzlich der ganze Strom ausgefallen ist. Keine Musik, keine Beleuchtung, auch der Lockenstab funktionierte nicht mehr. Zum Glück hatten wir einige Improvisationstalente im Team, und schon nach kurzer Zeit war die Panne behoben.

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Nach den Vorbereitungen heisst es vor allem für die Models und den Fotografen Vollgas! Jetzt stellt sich heraus, ob sich die ganzen Vorbereitungen ausgezahlt haben. Die Models schlüpfen in die Outfits, hier noch ein Armreif, da noch eine Strumpfhose und ab ans Set. Zwischendurch wird der Fotograf immer wieder von jemandem unterbrochen, der Stylistin beispielsweise, die gerne noch einmal den Faltenwurf des Kleides anpassen möchte oder der Visagistin, welche eine glänzende Stelle im Gesicht des Models abpudern muss.

Der ganze Prozess ist im Endeffekt, entgegen den allgemeinen Erwartungen, nicht wirklich glamourös, das Resultat lässt sich jedoch definitiv sehen. So auch beim Sommermoden-Shooting für die Vintage Times. Die gesamte Fotostrecke ist übrigens in der aktuellen Ausgabe zu bewundern, falls ihr euch selbst von dem Ergebnis überzeugen möchtet.

Noch mehr Einblick? Hier findet Ihr unser Behind the Scenes-Video:

Text, Bilder und Video: Magali Lehmann

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